Warum zur Darmspiegelung?

Mithilfe einer Darmspiegelung (med. Koloskopie) lässt sich der Dickdarm sowie das Ende des Dünndarms untersuchen. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Früherkennung von Darmkrebs und ist längst nicht so unangenehm wie häufig vermutet.


Angst vor der Darmspiegelung?

Die Darmspiegelung - eine Untersuchung, worüber die wenigsten gerne sprechen und noch weniger gerne durchführen lassen.

Doch warum? Scham? Angst? Unwissenheit?

Dabei ist die Darmspiegelung die wichtigste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs.
Und einmal genauer unter die Lupe genommen keineswegs so so schlimm wie oft vermutet.

Eine Darmspiegelung (Koloskopie) dient der Untersuchung verschiedener Erkrankungen im Dickdarm und am Ende des Dünndarms und kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. Dabei wird ein flexibler "Schlauch" - das Endoskop - über den After eingeführt und der Untersucher (in der Regel der Arzt) kann über eine Kamera die Darmschleimhaut untersuchen.

Diese Untersuchung kann - neben der Früherkennung von Darmkrebs - notwendig werden, wenn anhaltend Durchfall, Verstopfung oder Bauchschmerzen bestehen. Auch bei unklarer Gewichtsabnahme, Blutarmut und Eisenmangel kann diese Untersuchung zur Abklärung der Ursachen beitragen.


Vorsicht bei Blut im Stuhl!

Unbedingt sollte man sich einer Darmspiegelung unterziehen, wenn man Blut im Stuhl entdeckt oder der Guajak-Test auf nicht sichtbares (okkultes) Blut im Stuhl positiv ist. Dieser Test dient ebenfalls der Darmkrebsvorsorge.

Über 50? Denken Sie spätestens dann über eine Darmspiegelung nach!

Ab einem Alter von 50 Jahren zahlt jede gesetzliche Krankenversicherung einmal im Jahr den Test auf okkultes Blut im Stuhl (Darmkrebsvorsorgetest, Guajak-Test). Ab dem 55. Lebensjahr besteht dann die Möglichkeit zwei Darmspiegelungen im Abstand von 10 Jahren durchführen zu lassen.

Nur ein Bruchteil der Berechtigten nimmt diese Möglichkeit in Anspruch. Wird die Darmspiegelung aus einem anderen Grund als der Krebsvorsorge nötig, wird sie natürlich auf früher bzw. bei auffälligen Befunden öfter von den Kassen übernommen.